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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Black Gives Way To Blue

Alice In Chains

Grandiose Rückkehr! Und ein Album, das seinen Meister suchen wird - und ihn vermutlich nicht wird auftreiben können.
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Grandiose Rückkehr! Und ein Album, das seinen Meister suchen wird - und ihn vermutlich nicht wird auftreiben können.

Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Aber zwischen dem selbst betitelten dritten Studioalbum und "Black Gives Way To Blue" liegen nicht weniger als verdammte 14 Jahre. Jahre voller Ungewissheit, Jahre der Traurigkeit über das scheinbar Unvermeidliche. Die Sucht und der Tod Layne Staleys, das vermeidbare Ende der Band 2002.

Weihnachten 2004 löste ein Benefiz-Auftritt der reformierten Cantrell, Inez und Kinney bei allen Beteiligten Lust auf mehr aus. 2006 stieß Sänger und Gitarrist William DuVall (Comes With The Fall) zum Trio. Und dieses neu formierte Quartett benötigte dann noch mal weitere drei Jahre Zeit, um ein Album einzuspielen. Das nun allerdings nahtlos an die Highlights der Neunziger anknüpfen kann. Produziert wurde das Werk, bei dem sich William DuVall und Jerry Cantrell die Gesangsparts teilen, von Nick Raskulinecz (Foo Fighters) in Dave Grohls Studio 606 sowie in den Henson Studios in Hollywood. Alice In Chains klingen anno 2009 extrem kraftvoll und brillant, modern aber auch und - und das ist das wahre Plus - zeitlos. Insgesamt warten elf Stücke auf die darbende Fangemeinde. Natürlich muss klar sein: Wer in den Neunzigern nichts mit Alice In Chains anfangen konnte, wird auch heute keinen Frieden mit dieser Band finden. Wer sich aber immer schon als Verehrer sah, wird in "Black Gives Way To Blue" eintauchen wie in einen tiefen, dunklen, aber warm orgiastischen See.