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After The Fire

Bitune

Da hat in den 90ern einer aber ganz schön viel Soundgarden gehört! Hätten sich Bitune nicht erst 2001 gegründet, sondern wären zuvor nach Seattle gezogen, hätte sie erst der Support einer Peal-Jam-Tour zurück ins alte Europa geführt. Doch der Vierer verblieb im kaffigen Eschwege - und klingt mehr na
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Da hat in den 90ern einer aber ganz schön viel Soundgarden gehört! Hätten sich Bitune nicht erst 2001 gegründet, sondern wären zuvor nach Seattle gezogen, hätte sie erst der Support einer Peal-Jam-Tour zurück ins alte Europa geführt. Doch der Vierer verblieb im kaffigen Eschwege - und klingt mehr nach Grunge als Alice In Chains und Soundgarden zusammen. Da fragt man sich wirklich, was Schubladenbezeichnungen wie "Emo" oder "Indie" in der Bandbiografie zu suchen haben: Gleich beim ersten Song "Touch Me" wird drauflosgebratzt, als sei es 1991.

Darüber rotzt dann - mit Unterstützung von viel Hall - eine druckvolle Stimme, die der von Chris Cornell nicht unähnlich ist. Kein Wunder, dass Bitune zuerst in Großbritannien einen Plattenvertrag bekamen. Gitarre geht dort schließlich immer. Inzwischen wurde Bitunes Erstlingswerk "After The Fire" auch auf dem Festland lizenziert, und nun steht Mitte Oktober das Deutschland-Release an. Schade, dass die Hochphase des Grunge schon vorbei ist. Denn der Closer "Morning Light" hätte damals die ultimative Genre-Ballade werden können: getragene, schwermütige Gitarren, Lagerfeuerromantik, eine Stimme, die an Layne Staleys raue Röhre erinnert. Bitune sind das 90er-Jahre-Revival schlechthin.