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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Omar Rodríguez López

Bitte bleiben Sie gesund

Der monatliche Gesundheitscheck. Dieses mal mit Omar Rodríguez López.
Geschrieben am

Was war die schlimmste Krankheit, die du je hattest?
Windpocken als Kind. Das war furchtbar und tat so weh. Ich habe dadurch zu allem Überfluss auch noch das Konzert von Charlie Palmieri [Jazz-Pianist] verpasst. Ach!

 

Welche Symptome hat die Krankheit?
Übelkeit, Kopfweh, Fieber, Ausschlag, Beulen, kleinere Geschwulste auf den Mandeln! Es dauerte alles mindestens zwei Wochen. Sehr ansteckend, sehr schrecklich, aber natürlich auch nichts wirklich Ungewöhnliches.

 

Gibt’s da Medikamente, Heilung aus Pillen?
Nee, keine Heilung! Einfach Leiden, bis das Virus durch ist.

 

Welche Krankheit hältst du dagegen für überschätzt?
Keine Ahnung, was ist das denn für eine verrückte Frage? Aber sie gefällt mir.

 

Welche Medikation verabreichst du dir gern mal – auch abseits einer konkreten Erkrankung?
Gar keine! Ich kann pharmaproduzierte Produkte nicht leiden.

 

Wie begegnest du dem stets drohenden Tourschnupfen – besonders in Herbst und Winter?
Man hat selbst schon Einfluss auf sein Immunsystem – ich vertraue da vor allem auf die großen Familien der Zwiebel- und Knoblauchgewächse. Viel Wasser trinken ist natürlich auch wichtig – genauso wie Hände waschen und sich nicht mit schmutzigen Fingern in Augen und Nase rumjucken. Von da dringen Erreger in den Organismus ein.

Sehr geehrter Herr López,
Windpocken – der narbige Schrecken unter den Kinderkrankheiten ist wirklich weit verbreitet, wie Sie schon sagen. Insofern verweise ich auf meine Diagnose in unserer Ausgabe #176 (oder natürlich auf www.intro.de). Dort kurierte ich aufwendig Ihre Musikerkollegen von Alice In Chains, die von derselben Infektionskrankheit zu künden wussten.
Damit Sie aber nicht umsonst Ihren Krankenkassenbeitrag entrichtet haben, übermittle ich Ihnen hier unter uns noch eine Anekdote aus dem Klinikalltag. Stichwort: Schweigepflicht.
Also, in einer chirurgischen Ambulanz wird ein Mann vorstellig, dem ein kleines »Missgeschick« in Form eines anal eingeführten Deodorantdosendeckels geschehen ist. Kommt natürlich die Frage auf, wie es dazu gekommen ist. Und die Antwort ging so: »Zur abendlichen Hygiene gehört natürlich auch die intensive Pflege des Intim- und Analbereichs mittels Waschlappen. Ach, hätten wir uns doch damals das Bidet angeschafft. Leider hat jedoch unsere sonst zuverlässige Putzhilfe den Deodorantdosendeckel auf den Waschlappen gelegt. Nun ja, ärgerlicherweise habe ich diesen dort übersehen ... Schwupps war das Ding auch schon dort, wo Sie, Herr Doktor, es nun bitte schnell rausholen mögen.«
Bei dieser wasserdichten Story bleiben natürlich keine – vor allem unangenehme – Fragen offen!
Sie, Herr López, als Reisender im Rockzirkus (Risikogruppe!) bleiben von solchen Eskapaden hoffentlich weiträumig verschont. Und als körperliche Dysfunktion bleibt Ihnen nur der romantische Windpocken-Flashback.
Ihr Doc Intro