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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Dave Lombardo von Slayer

Bitte bleiben Sie gesund!

Als wir Dave Lombardo von Slayer zu unseren Platten Vor Gericht befragten, nutzten wir auch gleich die Gelegenheit, um uns nach seiner Gesundheit zu erkundigen
Geschrieben am
Als wir Dave Lombardo von Slayer zu unseren Platten Vor Gericht befragten, nutzten wir auch gleich die Gelegenheit, um uns nach seiner Gesundheit zu erkundigen:

Was war die schlimmste Krankheit, die du jemals hattest?
Uh, Windpocken!
Wie äußerte sich das?
Das ist so ähnlich wie Masern. Du bekommst überall schrecklichen Ausschlag. Absolut brutal, diese Krankheit.
Und wie wurde das bei dir behandelt?
Ich weiß nicht mehr genau, was meine Mutter damals mit mir gemacht hat. Aber ich habe gehört, dass Baden in Haferschleim gut helfen soll. Weiß nicht mehr, ob ich die Behandlung bekommen habe, ich war erst neun oder zehn Jahre alt.
Welche Krankheit hältst du hingegen für überschätzt?
Keine Ahnung. Ich meine, wenn jemand eine richtige Krankheit hat, dann ist das eine üble Sache, über die ich mir kein Urteil erlauben möchte. Ich sage, „wenn“! Hypochonder kann ich nicht ab – „Oh, mein Gott, mir geht’s nicht gut! Vielleicht fällt mir gleich die Hand ab!“ So was halte ich nicht aus.
Welches Medikament nimmst du auch unabhängig von einer Erkrankung gerne?
Nichts. Nur Vitamine. Ansonsten nehme ich gar nichts.
Wie kurierst du den berüchtigten unvermeidlichen Tourschnupfen bei Konzertreisen in Herbst und Winter?
Da kannst du gar nichts machen. Ich halte mich da immer strikt an die Medikamentendosis, die mir verschrieben wurde. Vielleicht noch ein bisschen Whisky hier und da. Aber man kann den Krankheitsverlauf nicht ernsthaft abkürzen.



 
Sehr geehrter Herr Slayer,
 
ich füttere die Suchmaschine mit den Wörtern „Pocken“ und „Kalifornien“, um herauszufinden, ob es sich 1975 bei Ihnen tatsächlich um die Pocken (Blattern, englisch „smallpox“) gehandelt haben könnte oder bloß um deren nahen Verwandten, die Windpocken.
Es öffnet sich eine Seite meines Internetanbieters: „Ihr Internetzugang wurde gesperrt. Die Sperre hat eine der beiden folgenden Ursachen: A) Versendung von Viren, Würmern, Trojanern etc. B) Offene Rechnungen.“ Was? Bald ist doch Abgabeschluss, und der Redakteur klingt noch vorwurfsvoll in meinen Ohren: „Im Krankenhaus kann man auch nicht ständig im Internet nach Diagnosen suchen.“ (Wenn der wüsste ...)
Egal. Versuchen wir es aber tatsächlich mit Schulwissen: Die Pocken waren eine gefährliche, vorwiegend Kopf, Hände und Füße betreffende Viruserkrankung, deren Letalität (Sterblichkeit) bei ca. 30% lag. Waren? Ja! 1977 gab es die letzte Erkrankung in Afrika, und 1980 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Virus, dank Schutzimpfungen, für ausgerottet erklärt.
Insofern darf meine Diagnose bezüglich Ihnen, Herr Lombardo, auf Windpocken lauten.
 
Ihr Doc Intro

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