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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Alles verloren

Binder & Krieglstein

Die große Kunst des Hedonismus und Eskapismus wurde von kaum einem anderen so geprägt wie von unserem charmanten Salonlöwen aus Österreich. „Kein Geld, aber La Paloma pfeifen“, so schön kann Armut mit Boheme-Hütchen sein. Das fröhliche Scheitern zelebriert Rainer Binder-Krieglstein auf Longplayer #3
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Die große Kunst des Hedonismus und Eskapismus wurde von kaum einem anderen so geprägt wie von unserem charmanten Salonlöwen aus Österreich. „Kein Geld, aber La Paloma pfeifen“, so schön kann Armut mit Boheme-Hütchen sein. Das fröhliche Scheitern zelebriert Rainer Binder-Krieglstein auf Longplayer #3 und hat dabei einen nicht minder erfolgreichen Kompagnon gefunden: Shantel aus Frankfurt pusht „Alles verloren“, wen wundert’s, in Richtung östliche Balkanvariante in Dub, wobei trotzdem, gerade bei den Stücken mit deutschem Text, das wienerische Flair fast so ungefiltert durchschimmert wie seit Falco nicht mehr. Das sind die großen Stärken des Albums. Leider wird diese Spannung nicht konstant gehalten. Schade, mehr Chuzpe und Kaltschnäuzigkeit wie „Alles verloren“, „Wir wissen nicht“ oder „Piraten“ hätten diesem Album gut getan. Aber ein Herz für Binder-Krieglstein, das muss man trotzdem haben.