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Also In White

Bill Wells Trio

Schon für Mai geplant, erscheint erst jetzt das neue Album des Bill Wells Trio. Der schottische Jazz-Outlaw, der schon mit Belle & Sebastian zusammengearbeitet hat, präsentiert auf “Also In White” virtuos-instrumentale Spielereien, die so gar nichts mit einem konservativen Jazzverständni
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Schon für Mai geplant, erscheint erst jetzt das neue Album des Bill Wells Trio. Der schottische Jazz-Outlaw, der schon mit Belle & Sebastian zusammengearbeitet hat, präsentiert auf “Also In White” virtuos-instrumentale Spielereien, die so gar nichts mit einem konservativen Jazzverständnis zu tun haben. Das Bill Wells Trio besteht hauptsächlich aus Gitarre, Klavier und einer smoothen Bläsersektion. In diesem Kräfteverhältnis findet Wells sich prächtig zurecht und zeigt vom ersten Ton an ein Verständnis von Arrangement, das versucht, sich den Limitierungen des Genres zu widersetzen. Und einmal traut er sich sogar, einen wabernden Trance-Beat einzubauen. Das klingt jetzt ekliger, als es ist, kann man fast schon wieder bringen im Jahre 2002, wird in ein paar Jahren eh flächendeckend wieder recycelt. Auf dem letzten Stück der Platte kollaboriert Wells mit zwei Dritteln der Pastels (Katrina, Gesang und Stephen, Keyboard) und zeigt seine Affinität zu advanced Pop-Arrangements. Was ein Jazz-Purist mit dieser Platte anfangen würde, ist nicht sicher. Aber mit so vielen wunderbar randständigen Momenten wie auf “Also In White” gerät diese Frage mehr und mehr in den Hintergrund.