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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dream River

Bill Callahan

Acht Sekunden. Genau acht Sekunden Stille jedes Mal zwischen dem gequälten »Hahaha« und der nächsten zwischen den Zähnen hervorgeatmeten Liedzeile im »Hangman’s Blues«, dem Schlussstück auf »The Doctor Came At Dawn«.
Geschrieben am

Autor: intro.de



Damals nannte sich Bill Callahan noch (Smog) und klang selbst in seinen upliftendsten Momenten bestenfalls depressiv verstimmt. Heute gibt es solche Leerstellen nicht mehr. Und auch nicht diese bleierne Schwere. Heute singt der einstige Lo-Fi-Vorreiter zwar tiefer, dafür aber gibt es seit einiger Zeit sogar höchste Flötentöne zwischen den zarten Gitarren und zuckrigen Geigen. Und er singt viel von der Liebe und vom Liebe-Machen. Immer wieder.

Schließlich hat er ja auch den Soul entdeckt, vor allem Marvin Gaye. Mit dem vergleicht er sich auch gleich im ersten Stück »The Sing«. Aber dabei geht es vor allem um Begrenztheit. Und um »mortal joy«. Und dann konstatiert er noch sehr glaubhaft, dass er an manchen Tagen nur zwei Worte spricht: »Bier« und »Danke«. Nicht dass wir uns hier falsch verstehen: Keiner hat etwas von Fröhlichkeit gesagt ...

In drei Worten: Mortal / Folk / Bier