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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Tekno Whore

Bile

'Die Industrial Terroristen schlagen wieder zu und zwar mit einem ultrabrutalen Oberhammer.' Boah!!! Das mittlerweile vierte Album von BILE aus New York ist tatsächlich wie ein Virus, der sich seinen Weg durch das Ohr in den Körper bahnt, im Kopf explodiert und sich in kleinen Partikeln überall fest
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Autor: intro.de

'Die Industrial Terroristen schlagen wieder zu und zwar mit einem ultrabrutalen Oberhammer.' Boah!!! Das mittlerweile vierte Album von BILE aus New York ist tatsächlich wie ein Virus, der sich seinen Weg durch das Ohr in den Körper bahnt, im Kopf explodiert und sich in kleinen Partikeln überall festsetzt. Die Prostitution von Techno wurde uns dieses Jahr zwar schon in fortgeschrittener Weise von THINK ABOUT MUTATION dargeboten, 'Tekno Whore' ist aber insgesamt düsterer und depressiver. Der Hörende hat den Eindruck, daß BILE gar nicht der ultrabrutale Oberhammer sein wollen, als der sie dargestellt werden, sie wollen vielmehr ihren ganzen Frust herausschreien, endlich von der Welt vernommen werden, 'I can talk and talk, you don't listen to what I say', also werden sie extrem, um die Beachtung zu finden, die ihnen ansonsten vorenthalten wird. Die Texte könnten auch der Feder Peter Steeles entsprungen sein, sie führen uns durch eine endgültig zerstörte Welt, 'Toxins in the airways, venom for all to taste', wo jeder nur noch auf sich selbst fixiert ist, wo es keine Werte mehr gibt. Versucht mal, die Platte unter diesen Aspekten zu hören, und denkt nicht, daß Ihr die Härtesten seid: '(...) you are fuckin' waste.'