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Bildergalerie: Norwegens größte Pop-Sause

Das war das Øya Festival

Vom 11. bis 15. August stand in Oslos historischem Stadtkern alles im Zeichen von Indiemusik: Das Øya Festival ist das wichtigste Festival Norwegens.
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Vom 11. bis 15. August stand in Oslos historischem Stadtkern alles im Zeichen von Indiemusik: Das Øya Festival ist das wichtigste Festival Norwegens. Kati Weilhammer war für uns vor Ort.

11. - 15.08.2009, NOR-Oslo, Innenstadt.

Von einem perfekt organisierten Festival traut man sich eigentlich nicht mal zu träumen, in Norwegen wird dieser Traum dank dem in Oslo stattfindenden Øya Festival zur Realität. Das Festivalgelände liegt im ältesten Stadtteil der Hauptstadt, in Gamlebyn, Umgeben von Autobahn, Bahnschienen und Kränen. Nicht gerade idyllisch, aber der Stimmung des Festivals kann das alles nichts anhaben. Vier Tage lang findet man auf den vier Bühnen Enga, Sjøsiden, Vika und Odden nationale wie internationale musikalische Leckerbissen, so dass man sich manchmal zerreißen möchte, um auch all diese tollen Bands erleben zu können.

Auch dieses Jahr hat der Mann hinter dem Øya, Claes Olsen, keine Mühen gescheut und ein Line-Up auf die Beine gestellt, das einem den Atem verschlägt. Mew, Band Of Horses, Wilco, Glasvegas und Madness haben die Reise in den hohen Norden angetreten - um nur eine handvoll der großartigen Bands zu nennen, über die sich die Besucher freuen dürfen. Ein Geheimtipp, aber das besondere Highlight in der Riege der internationalen Acts war mit Sicherheit der Auftritt der israelischen Band Monotonix, die am frühen Mittwochabend mit ihrem Konzert die sonst sehr verhaltenden Norweger aus der Reserve lockten. Was die beschnauzten Israelis da ablieferten, ist schwer in Worte zu fassen...
Das Øya ist aber vor allem auch ein Tummelplatz für norwegische Bands. Von Newcomern wie The New Wine, Pony The Pirate, The Little Hands Of Asphalt, dem neuen Popsternchen Marit Larsen oder schon etablierten Bands wie Datarock, Kare & The Cavemen, die Hardcoreband Snöras oder die Bergener Meltalband Enslaved - das Øya sorgte für viel norwegisches Musikfutter. Für einen fulminanten Abschluss sorgten mit Sicherheit Svein Berge und Torbjørn Brundtland von Röyksopp, die nach Jahren wieder den Weg in die Hauptstadt ihrer Heimat gefunden haben und traditionell als norwegische Band das Festival am Samstagabend beendeten. Mit weiblicher Verstärkung von Robyn und Annelie Drecker spielten Röyksopp ein Konzert, dass Oslo und das Øya so schnell nicht vergessen werden. Der krönende Abschluss eines fantastischen Festivals, dass man am liebsten einpacken und mit nach Hause nehmen möchte.

Mehr Eindrücke vom Øya Festival in unserer Bildergalerie.