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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Tierra Del Diablo

Big Iron

BIG IRON firmierten bisher unter GRAVITY (was wohl als Symptom verstanden werden soll), doch aus irgendwelchen rechtlichen Gründen mußte der Name geändert werden. Laut Info sollen die Mannen um Gitarrist Alan „Alapano' Lee zusätzlich zum neuen Namen auch mit einer Menge neuer Ideen um sich werfen, w
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Autor: intro.de

BIG IRON firmierten bisher unter GRAVITY (was wohl als Symptom verstanden werden soll), doch aus irgendwelchen rechtlichen Gründen mußte der Name geändert werden. Laut Info sollen die Mannen um Gitarrist Alan „Alapano' Lee zusätzlich zum neuen Namen auch mit einer Menge neuer Ideen um sich werfen, was nur bedingt richtig ist, denn mittlerweile dürfte jeder schon mal von MACHINE HEAD bzw. PANTERA gehört haben. Es ist eben so, daß die aggressiven Gitarrenriffs nicht an die Präzision von Diamond Darrel heranreichen, die Grooves längst nicht so schwer sind wie zehn Tonnen und Schreihals Dan Lehmann, der sich früher zusammen mit Alan Lee bei DISCIPLE auf Tour mit SEPULTURA (?) verdingte, noch ein bißchen auf der Hantelbank reifen könnte, auch wenn die Sangesleistung hiermit keineswegs als schmalbrüstig bezeichnet werden soll. Hin und wieder gelingt es den vieren aus Dallas trotz der offensichtlichen - bezugnehmend auf die Vorbilder - Schwächen, sanfte, wohlmeinende Anflüge von so etwas wie, ich will es vorsichtig Zustimmung nennen, zu evozieren. Das ist meistens dann der Fall, wenn nicht bloß dumm heavy gerifft, sondern die Geschwindigkeit angezogen wird, wie im ziemlich überzeugenden Opener „Suffocation' zum Beispiel. Aber irgendwie passiert das viel, viel, viel zu selten, vielleicht weil Dave Slaughter an den Kesseln die Luft ausgeht. Er wäre nicht der erste, der deswegen gehen müßte und Dave heißt. Alles in allem also noch keine reife Leistung, aber wenn es BIG IRON beim nächsten Versuch gelingen sollte, die vorhandenen Stärken zu forcieren und ein paar mehr Songs statt bloße Riffhäufchen zu fabrizieren, könnte das Resultat durchaus beachtlich werden.