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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Opposites

Biffy Clyro

Einen Dudelsack sollten ungestraft eigentlich nur noch die Dropkick Murphys verwenden dürfen. Und selbst die sollten das mal hinterfragen.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Und selbst die sollten das mal hinterfragen. Na gut, auch Biffy Clyro kann man den Einsatz des schottischen Nationalinstruments zugestehen – schließlich stammen die drei aus Glasgow. »Stingin’ Belle« wäre aber auch (oder gerade) ohne die Gerätschaft ein großer Song geworden. Und es versteht sich von selbst, dass Biffy Clyro nicht zu den Murphys schielen, sondern eher hin zu Muse.

Ein Hang zum Bombastischen war ihnen noch nie abzusprechen, aber derart freien Lauf wie auf diesem Album haben sie ihm selten gelassen. Vor allem Produzent GGGarth Richardson hat das Doppelalbum dahingehend auf die Spitze getrieben: mehr Streicher, mehr Eingängigkeit, mehr Chöre, mehr Gedöns. So viel mehr, dass es sich auch live nicht mehr nur zu dritt umsetzen lässt und man einen Back-up-Mann auf die Bühne stellt, der abwechselnd Gitarre und Keyboard bedient. Unterm Strich bleiben damit: erstaunliche Dynamik und das Gespür für große Melodien. Wer ihnen – neben dem obligaten Sell-out – fehlende Ideen im Vergleich zu den frühen Werken vorwerfen will: Hey, der Dudelsack ist neu!

In drei Worten: Doppelt / Dynamisch / Schottisch