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Beyond Magnetic

Metallica

Metallica haben endlich verstanden, was »Death Magnetic« hätte werden können, wenn sie sich bei ihren vollmundigen Ankündigungen selber ernst genommen hätten.
Geschrieben am

Nachdem sich Gott und die Welt durch »Lulu«-Bashing in epischer Breite für die Sache mit Napster gerächt haben, können auch Metallica wieder zum Tages-Thrash übergehen. Opa Lou hatte für einen Augenblick mal für alle das Denken übernommen, da konnte die Band einfach mal nur spielen wie junge Hunde, und anschließend findet sie dann auch noch Songs im Keller, die sie damals bei »Death Magnetic« nicht haben wollte. Warum eigentlich?

Während das Album von 2008 die 80er zurückbringen sollte, um dann im Staub einer Fan-Debatte um kaputtkomprimierten Sound unterzugehen, löst diese EP hier endlich alte Versprechen ein. Vier Songs, die so klingen, wie Hetfields Gesicht aussah, als der alte Mann neben ihm Gedichte vorlas und er selbst einfach nur Riffs abfeuern durfte. Dazu mit »Rebel Of Babylon« endlich mal wieder ein beinahe Acht-Minuten-Stück wie von 1987. Und das Beste: Es sind die Rough-Mixe, räudig wie ein Frettchen auf Crystal Meth. Als Geschenk an die Fans, sagt die Band. Bullshit. Für wen macht ihr’s sonst?

In drei Worten: Roh / Beseelt / Schnell