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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Constants«

Bergfilm

Ein Heimatfilm für die Ohren: Das Debüt der Kölner Band Bergfilm führt den Hörer durch elektronische Nebelschwaden, farbenfrohe Indie-Landschaften und pulsierende Club-Nächte.
Geschrieben am
Man nehme einen Farbverlauf, beliebig viele geometrische Figuren und füge eine Hand hinzu – fertig ist das Cover-Artwork einer typischen Electro-Platte. Vermeintlich simpel, weil minimalistisch, dennoch irgendwie tiefgründig, weil abstrakt, überholt, weil 1000 Mal gesehen. Fast lehrbuchmäßig wird dieses Phänomen anhand von »Constants« vorgeführt, und auch der Titel erinnert gespenstisch an Tame Impalas »Currents«. Die Langeweile, die sich so beim bloßen Betrachten der CD einstellt, verfliegt jedoch schon mit dem ersten, programmatisch betitelten Track »Open Here«. So sehr Genre-Klischees auf den ersten Blick bedient werden, so entschieden werden sie musikalisch zurückgewiesen. Den vier Kölnern gelingt es nicht zuletzt dank Arthur Lingks markanter Stimme, ihren eigenen Stil durchzusetzen. Die Songs erscheinen mal in sphärischen Synthie-Schwaden, etwa in »Open Here«, mal auf Rhythmen fokussiert, fast tanzbar wie im Titelsong. Treibende Kraft bleiben jedoch die tragenden Melodien und Retro-Gitarren, zu hören in »California«, »The Line« oder »Let You Roll«, mit denen sich das Album letztendlich dem Indie verschreibt. Ein Debüt, das musikalisch für sich steht und sich sicherlich hinter keiner vorgehaltenen Hand verstecken muss, Farbverlauf hin oder her.

Bergfilm

Constants

Release: 03.03.2017

℗ 2017 Haldern Pop Recordings