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»7«

Beach House

Das Dream-Pop-Duo gönnt seinem Sound auf »7« ein subtiles Update, bleibt aber unverkennbar Beach House.

Geschrieben am

Nach der Outtake-Compilation »B-Sides & Rarities« im Jahr 2017 sollte »7« eigentlich eine Art musikalische Wiedergeburt für Victoria Legrand und Alex Scully werden. Allerdings hatten schon Vorab-Singles wie »Lemon Glow« oder »Drunk in L.A.« angedeutet, dass die Band trotzdem im Kern an ihrem über Jahre etablierten Trademark-Sound festhält: Legrands geisterhafter Gesang schwebt über einem dichten Soundteppich aus Orgel und düsteren Synthie-Drones, während Scully Feedback-Schleifen verhallen lässt.

Ewige Helden wie Mazzy Star oder Lush kommen auch auf »7« schnell ins Gedächtnis, trotzdem schaffen es Beach House dank subtiler Modifikationen, ihren Sound frisch zu halten. Hier mal eine überraschende Synthie-Spielerei wie in »Black Car«, dort dominierende Percussion-Elemente wie in »Dive«. Wieder möchte man mit den beiden betrunken durch die Straßen von Los Angeles wanken. Die ganze LP ist eine aufregende Erkundungstour in irgendwie doch vertrauten Gefilden. Eigentlich könnten Beach House so noch mindestens sieben weitere Alben aufnehmen, denn ermüdende Abnutzungserscheinungen sind bei dieser Ausnahmeband auch in Zukunft wohl kaum zu erwarten.

Beach House

7

Release: 11.05.2018

℗ 2018 Bella Union