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Obsidian

Baths

Will Wiesenfeld wagt sich mit seinem zweiten Album in Bereiche von Electro- und Goth-Pop, er erinnert mal an Delphic, mal in einer ungeahnten Exzentrik an Patrick Wolf.
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Vor knapp drei Jahren brachte ein junger Produzent aus L.A. namens Will Wiesenfeld oder auch Baths dem Anticon-Label mit seinem vorzüglichen Debüt »Cerulean« den Dubstep, oder anders gesagt: Er implantierte Indie-Electronica im ambitioniert forschenden Underground-HipHop.

Das Album wuchs über die folgenden Monate hinweg immer mehr, Baths musste aber erst eine längere Krankheit überstehen, um jetzt endlich nachlegen zu können. Allen, die besonders die sanft federnde Atmosphäre auf »Cerulean« liebten, macht er es mit »Obsidian« schwer – das Album ist noch vielseitiger und dadurch verwirrender geraten. Geloopte Drum-Patterns sind lang nicht mehr Basis jedes Songs, sondern ein Element unter vielen.

 

Stattdessen wagt sich Baths in Bereiche von Electro- und Goth-Pop, er erinnert mal an Delphic, mal in einer ungeahnten Exzentrik an Patrick Wolf. Ganz folgerichtig singt er auch auf beinah jedem Song – deutlich öfter, als es notgetan hätte. Sein erstaunliches Talent als Produzent belegt »Obsidian« aber dennoch. Darauf hätte er sich konzentrieren sollen, denn seine Versuche in Pop klingen, abgesehen von »Phaedra« und dem hittigen und an Xiu Xiu erinnernden »No Eyes«, oft beliebig.

 

In drei Worten: Theater / Düster / Pop