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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Crazy Itch Radio

Basement Jaxx

Mit großem und Arien-beladenem Bombast beginnt “Crazy Itch Radio”. Danach zerstreut sich das neueste Werk der Herren Felix Burton und Simon Ratcliffe in alle Winde: Salsa-Rhythmen, Soul, Funk, Dancebeats, Banjo, Klarinette, Akkordeon – von allem etwas und von allem zu viel. Ein Paradebeispiel für da
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Mit großem und Arien-beladenem Bombast beginnt “Crazy Itch Radio”. Danach zerstreut sich das neueste Werk der Herren Felix Burton und Simon Ratcliffe in alle Winde: Salsa-Rhythmen, Soul, Funk, Dancebeats, Banjo, Klarinette, Akkordeon – von allem etwas und von allem zu viel. Ein Paradebeispiel für das Bestreben, die eigene Musik zu öffnen und dabei den eigentlichen Kern verschrumpeln zu lassen. Die Grundproblematik bei Basement Jaxx, die sich schon relativ schnell nach ihrem Auftauchen auf der Pop-Bühne Ende der 90er offenbarte: Ihre Tracks haben keinen Kern. Großartige Zufallstreffer wie “Where’s Your Head At?” mögen diese These widerlegen, doch schlussendlich war und ist dies stets ein Fischen mit großen Netzen und Dynamit in den Gewässern der gerade gern genommenen Dance-Strukturen. Sind die cheesy Radio-Nummern auf “Crazy Itch Radio” noch als verzeihlich abzuhaken, so verursachen die minutenlangen Karnevals-Nummern schwerwiegende Ödnis und Abwehrhaltung beim geneigten Hörer. Vermeintlicher Wagemut rudert wild mit den Armen, aber leider bleibt nur das Fazit: “Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht mehr ganz dicht.”