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The Empire Strikes First

Bad Religion

Ewigkeiten her, dass ich Bad Religion zum letzten Mal gehört habe. Wir hatten uns aus den Augen verloren. Kaum höre ich aber die ersten Takte von ›Sinister Rouge‹, dem Opener des neuen Albums ›The Empire Strikes First‹, ist es wieder da: das breite Grinsen in meinem Gesicht. Auch auf ihrer 13.
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Ewigkeiten her, dass ich Bad Religion zum letzten Mal gehört habe. Wir hatten uns aus den Augen verloren. Kaum höre ich aber die ersten Takte von ›Sinister Rouge‹, dem Opener des neuen Albums ›The Empire Strikes First‹, ist es wieder da: das breite Grinsen in meinem Gesicht. Auch auf ihrer 13. Platte büßen Bad Religion nichts von ihrer originellen Frische ein, die mich schon an den Spät-Achtziger-Releases der Band so begeistert hat: Uptempo. Tempowechsel. Die Gitarrenriffs einfach und doch so bissig. Und der Gesang. Immer melodisch. Kein Pathos. Immer dem Inhalt untergeordnet. Der Albumtitel gibt dann auch die inhaltliche Route vor: George W. Bushs »empire« bekommt es gut ab. Seit dem 2002er-Album ›The Process Of Belief‹ gab es genügend Gründe für Sänger Greg Graffin, seine Texte an diesen Adressaten zu richten: »Can this be what they voted for?« fragt er in ›Let Them Eat War‹. Politisch waren seine Texte immer. Wichtig und richtig, dass sie es in aktuellen Zusammenhängen auch bleiben. Auf die Frage, weshalb Graffin und Songwriter Gurewitz bisher nie in anderen Bands gespielt haben, antwortete Leadgitarrist Brian Baker einmal: »Es scheint, als sei Bad Religion der Grund, weshalb die beiden auf die Erde geschickt worden sind.« Das darf man einfach mal so stehen lassen. Ich jedenfalls habe mich als Fan wieder entdeckt und bin froh, dass die alten Herren weiterspielen und ihrem Sound treu geblieben sind.