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»Sequel To The Prequel«

Babyshambles

Keine Class-A-Drogen-Geschichten in der neuen InTouch – dafür gibt’s ein neues Album zu hören. Pete Doherty und seine Out-of-bed-Boys wollen zur Abwechslung mal wieder musikalisch auffallen.
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Keine Class-A-Drogen-Geschichten in der neuen InTouch – dafür gibt’s ein neues Album zu hören. Pete Doherty und seine Out-of-bed-Boys wollen zur Abwechslung mal wieder musikalisch auffallen. Was nicht heißen soll, dass Pete Doherty abstinent lebt, im Gegenteil. Angeblich feiert er gerade sein Zehnjähriges. Nicht mit Kate Moss, sondern mit Crack und Heroin. Leider erreicht das von Stephen Street sehr glatt produzierte Album mit dem merkwürdigen Titel nicht die romantische Kaputtheit, die beide Babyshambles-Vorgängeralben zu wahren Meisterwerken machte. Wo früher die Schönheit des Unfertigen regierte, stört hier ein Drang nach Ordnung, der für diesen Künstler fehl am Platze scheint. Zudem ist Bassist Drew McConnell kein Carl Barât, und die Band hat sich keinen Gefallen damit getan, ihn bei jedem Song mitfingern zu lassen, um letztlich Dohertys geniales Songwriting zu nivellieren.

Wären doch mehr Songs so kurz und prägnant wie das clashige Punk-Intro »Fireman«. Stattdessen macht Doherty den Dylan (»Fall From Grace« und »Farmer’s Daughter«) oder lässt seine Gang of Gin eine bräsige Oasis-Gedächtnis-wall-of-sound runterleiern (»Penguins«). Astrein sind dagegen noch die Ska-Nummer »08 – Dr. No«, die Mitsing-Hymne »Nothing Comes To Nothing« und eine Libertines-Referenz namens »Maybeline«, ein ordentlicher Neuzugang in der endlosen Liste von Doherty-Mädchensongs. So bleibt ein Werk, das sich nett anhören lässt, im Plattenregal für die Ewigkeit aber leider keinen Platz finden wird.

 

In drei Worten: Mittelmaß / Heroin / Country