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»Aa«

Baauer

Baauer wagt sich nach einer mehr als soliden EP an die Langstrecke – und weiß dabei tatsächlich noch zu überraschen.
Geschrieben am
Abgedroschen und nervig ohne Ende – so umschrieb Harry Rodrigues alias Baauer kürzlich seinen unverhofften Hit aus dem Jahr 2013, »Harlem Shake«. Man kann es ihm kaum verübeln, wurde dieses Musik gewordene Viral den Ambitionen des New Yorker Produzenten doch tatsächlich nie wirklich gerecht. Baauers Debütalbum »Aa« ist dann auch weitaus mehr als eine bloße Sammlung basslastiger HipHop-Instrumentalstücke – als müsse er sich noch immer von einem zweifelhaften Ruf freistrampeln. Rodrigues’ Faible für ungewöhnliches Klangdesign wurde bereits im vergangenen Jahr mit der Dokumentation »Searching For Sound« porträtiert. »Aa« ist nun gewissermaßen das Zeugnis dieser interkontinentalen Suche nach dem perfekten Sample. Das ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil Erzählung und Dramaturgie unter diesem Aspekt natürlich deutlich zurückstecken müssen. Segen, weil diese forschende, fast schon experimentelle Grundhaltung einen extrem scharfen Kontrast zu dem sehr eingängigen Songwriting zeichnet, das auf »Aa« von prominenten Gästen wie M.I.A., Pusha T oder Novelist bewusst unterstrichen wird. Eine gewisse Begeisterung für die Beschaffenheit von Klängen ist dementsprechend klar von Vorteil, wenn man sich auf Albumlänge mit Baauer beschäftigen möchte. 

Baauer

Aa

Release: 19.02.2016

℗ 2016 LuckyMe

Baauer »Aa« (Lucky Me / Rough Trade / VÖ 18.03.16)