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Exai

Autechre

Autechre haben es 2013 einfach nicht mehr nötig, aufwendige Pressetexte verfassen zu lassen. Warum auch?
Geschrieben am

Autor: intro.de

Schließlich machen die beiden Briten zusammen Techno, seit ich zwei Jahre alt bin – die meisten Leser dürften damals noch nicht einmal konzipiert gewesen sein. Das jüngste Doppelalbum trägt nun den kryptischen Namen »Exai« und bedient eine Schnittstelle zwischen Slow-Industrial und klassischem Manchester-Ambient.

»Exai« besteht aus wahlweise zwei CDs oder vier Vinyls, die ein Gesamtgewicht von achtzig Kilo aufweisen dürften. Bloß auf Spotify ist das alles schwerelos. Wer schon einmal den Fehler gemacht hat, ein Autechre-Konzert zu besuchen, dem dürfte das Album wie eine aufregende Tanz-Party erscheinen. Monoton, mit nennenswertem Eventcharakter und einer starken Tendenz zum sphärischen Abdriften. Ein Nachmittag in den Stahlwerken könnte nicht aufwühlender sein. Die Aneinanderreihung von undefinierbaren Arbeitsgeräuschen lässt den sehnlichen Wunsch nach Schichtarbeit, Stechkarten und Brotdosen voll gebackenen Bohnen aufkeimen. Das Album hat definitiv seine magischen Momente – zwei volle Stunden lang.

In drei Worten: Electro / Klassik / Slow-Industrial