×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Astra Kulturhaus Berlin

Coco Rosie live

Oh, wie schön ist Eklektizismus: kein Zwang, sich auf Genres zu versteifen, ein bunt durchmischtes Publikum und allerlei Gerätschaften und Instrumente kuriosester Art auf der Bühne.
Geschrieben am
Oh, wie schön ist Eklektizismus: kein Zwang, sich auf Genres zu versteifen, ein bunt durchmischtes Publikum und allerlei Gerätschaften und Instrumente kuriosester Art auf der Bühne.

Astra Kulturhaus Berlin, 10.06.2009

Coco Rosie, für die das E-Wort ja quasi konstituierend ist, haben sicher genug Gründe für ihre Stilvielfalt. Wo sonst erschallen schon Folk, HipHop, Poppiges, Klassisches, Elektronisches, Jazz und Pferdegewieher in einem so bezaubernden Gewand?

Die Casady-Schwestern wissen, wie beliebt sie sind, und so musste beim Konzert im Berliner Astra Kulturhaus eigentlich auch nicht mit dem Publikum kommuniziert werden.Dafür gab es ja ein Fotogemenge auf Leinwand, das sich genauso uneinheitlich präsentierte wie seine Urheberinnen: Schmelzende Ponys, Wrestler, tote Mäuse, Barbiepuppen mit Kopftuch und Oprah Winfrey, das ist ja nun keine unbedingt geläufige Assoziationskette.
Gesanglich war das Konzert wie eh und je bestechend virtuos, sowohl bei Opernsängerin Sierra, als auch bei Quakbeutel Bianca. Leider drohten Coco Rosie allerdings, an ihrer eigenen Zuckerwatte zu ersticken: Wurde die Süßlichkeit der Musik bei früheren Auftritten noch durch einen Beatboxer aufgepeppt, hielt man sich beim letzten Gig an Downtempo-Nummern und glänzte durch eine nur stellenweise nachvollziehbare Beat-losigkeit. Ein bisschen mehr Zack und Wumms beim nächsten mal wäre schön.