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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Der Rest der Band weiß davon noch gar nichts«

Art Brut

Eddie Argos ist dieser große trinkfeste Hool des schlauen Neo-Britpop. Seine Band Art Brut schrieb im letzten Jahrzehnt Hits und Geschichte. Und es geht noch weiter. Wir fragten Eddie wie eigentlich genau und noch einiges mehr.
Geschrieben am
Was war der verrückteste Gig, den ihr über die Jahre erlebt habt?
In den Anfangstagen wurden wir im Rahmen der Londoner Gay Prides gebookt. Wir traten auf in einem besetzten ehemaligen Bestattungsinstitut. Man wurde ermutigt, doch mal in einem Sarg rumzumachen, zudem war der Boden nass von einer leckenden Wasserleitung, dazwischen hingen offene Kabel. Super gefährlich! Aber Art Brut haben schon immer ihr Leben riskiert, um zu rocken.

Wie denkst du über den Tod und das Lebenswerk von Margaret Thatcher?

Ich bin kein Fan, ich habe sie und das, was sie meinem Land antat, gehasst. Ich bin froh, dass die britische Öffentlichkeit ihr Missfallen gerade auch dem zehn Millionen Pfund teuren Begräbnis gegenüber zeigte und den Song »Ding Dong The Witch Is Dead« auf Platz eins der Download-Charts brachte. Musik kann immer noch ein so starkes Werkzeug sein, seine Opposition zu äußern.

Ihr bringt jetzt eine Best-of raus, die als Goodie die obligatorischen zwei neuen Songs beinhaltet. Mal ehrlich: Ist das nicht bisschen arg R.E.M. für eine Band wie Art Brut?
Ja, ist es! Wir haben aber alle gewusst, wenn die Band mal richtig ins Rollen kommt, haben wir selbst gar nicht mehr die Macht, sie zu stoppen. Ich habe Art Brut immer als eine classic Rockband gesehen – eine Best-of scheint mir der adäquate Weg, das auch mal der Welt klarzumachen.

Was geschieht mit der Band als Nächstes?
Wir machen ein Coveralbum nur mit Bob-Dylan-Songs. Der Rest von Art Brut weiß davon übrigens noch gar nichts – dürfte eine ganz schöne Überraschung für sie werden ...