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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ex Machina

Aril Brikha

Erfolg ist eine schwere Bürde. Davon kann Aril Brikha bestimmt die eine oder andere Synthiemelodie pfeifen. Denn nach wie vor wird der schwedische Produzent vor allem dafür gerühmt, dass er vor Jahren mit seinem auf Derrick Mays Label Transmat veröffentlichten Album "Deeparture In Time" Detroit Tech
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Erfolg ist eine schwere Bürde. Davon kann Aril Brikha bestimmt die eine oder andere Synthiemelodie pfeifen. Denn nach wie vor wird der schwedische Produzent vor allem dafür gerühmt, dass er vor Jahren mit seinem auf Derrick Mays Label Transmat veröffentlichten Album "Deeparture In Time" Detroit Techno aus europäischer Perspektive quasi neu erschaffen hat. Er selbst aber kämpfte seit diesem unerwarteten Durchbruch gegen eine kreative Blockade. Tatsächlich hat Brikha diesem Meilenstein in seiner Karriere bis jetzt kaum etwas folgen lassen, und mit "Ex Machina" führt er nun leider vor, dass man seine, natürlich auch an festgefahrenen Klischees orientierte Vision des Detroit-Sounds durchaus auch zu konsequent verfolgen kann. Die Tracks wirken wie gefangen in einem Korsett ihrer eigenen Erwartungshaltung.

Elf epische Stücke lang wiederholt Brikha die immergleichen soliden Rhythmen und euphorischen Arpeggios, alles satt Bass-unterfüttert und so makellos produziert, dass sich die Tracks in jedem Progressive-House-Set ganz wunderbar machen würden. Die Trance übernimmt die Regler, und oft scheint Zauberlehrling Brikha selbst nicht recht zu wissen, wie er aus diesen wie ferngelenkt ablaufenden Geistertracks wieder aussteigen und ein Ende finden soll.