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Before Today

Ariel Pink's Haunted Graffiti

Lo-Fi war gestern: Auf Ariel Pinks erstem professionellen Studioalbum kommt das volle Talent zwischen Psych-Folk und Glam erst so richtig zum Vorschein.
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Lo-Fi war gestern: Auf Ariel Pinks erstem professionellen Studioalbum kommt das volle Talent zwischen Psych-Folk und Glam erst so richtig zum Vorschein.

Ariel Pink ist ein gutes Beispiel dafür, dass Lo-Fi-Purismus nicht notwendig im Dienste der Musik stehen muss. Animal Collective hatten ihn entdeckt, als erster Nicht-AC-Musiker veröffentlichte er auf ihrem Paw-Tracks-Label, doch sein Talent war auf diesen Aufnahmen gerade mal erahnbar: Ihnen fehlte jegliche Dynamik, die Stücke waren völlig konturlos. Doch für sein neues Album ist Ariel Pink erstmals zusammen mit vierköpfiger Begleitband ins Studio gegangen - und siehe da: Herausgekommen sind verführerische Psych-Pop-Perlen, die an den Geist von Soft Machine und Syd Barrett anklingen.

Erstmals sind die einzelnen Instrumente deutlich voneinander unterscheidbar, erstmals wird auch deutlich, welch eklektischer Mix der Musik von Ariel Pink zugrunde liegt. Spielerisch springt er von Folk zu Glam-Metal, von Disco zu Bubblegum-Pop. Ein Schalk, wer angesichts dieser vergleichsweise sauberen Aufnahmen von "Ausverkauf" spricht, denn Lo-Fi macht nur dort Sinn, wo Musiker sich auch instrumental reduzieren. Ariel Pink dagegen kann sich erst mit großem Instrumentarium und einer Wucht entfalten, die fast schon an ELO oder Queen erinnert - allerdings stets ins Putzige gewendet.

In drei Worten: Verführen / Kommunenmitglied / Psych-Folk