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Coldcut doktorn am neuen Album

Arbeiten am Gesamtkunstwerk

Erinnert sich noch jemand an "Doctorin´ the House"? Das ist in elektronischen Kreisen schon mehr als eine kleine Ewigkeit her. Der Song bedeutete 1988 für die beiden Multitalente Matt Black und Jonathan More und ihr Projekt Coldcut den ersten größeren Erfolg. Als Produzenten und/oder Remixer deckt
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Erinnert sich noch jemand an "Doctorin´ the House"? Das ist in elektronischen Kreisen schon mehr als eine kleine Ewigkeit her. Der Song bedeutete 1988 für die beiden Multitalente Matt Black und Jonathan More und ihr Projekt Coldcut den ersten größeren Erfolg. Als Produzenten und/oder Remixer deckten sie schnell eine große Bandbreite von Künstlern ab: Lisa Stansfield, Blondie, Eric B. & Rakim, Queen Latifah. Die Engländer brachten ihren eklektischen Stil ein, der sich einerseits auf die Acid House- und Raveszene, andererseits auf Breakbeats, HipHop und Jungle berief. Kurz gesagt: sie schufen einen beeindruckend eigenen Sound. Und wer sie mal live sehen durfte - da kann man getrost von einem Gesamtkunstwerk sprechen.

Jetzt haben sie wieder ein neues Album in der Pipeline. Die Vorabsingle "Everything is under control" mit Jon Spencer (ohne seine Blues Explosion) und dem Avantgarde-HipHopper Mike Ladd, wird die Richtung vorgeben. Für ihre aktuellsten Aufnahmen seit ihren 99er Remixen "Let Us Replay!" haben sie für das komplette Album dann noch u.a. Saul Williams und M`Pho mit ins Boot geholt. Es wird "Sound Mirrors" heißen und im Januar des nächsten Jahres erscheinen.

Die beiden Workaholics haben sich trotz der Funkstille als Coldcut jedoch nie zur Ruhe gesetzt. Neben ihren zahlreichen Projekten als DJ Food, Hedfunk oder Hex gründeten sie ja bekannterweise das Ninja Tune Label, eines der nach wie vor renommiertesten Label im eklektischen elektronischen Umfeld. Nur eine kurze Auswahl der dort beheimateten Künstler: Amon Tobin, The Herbaliser, Kid Koala, Sixtoo, DJ Vadim...