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»Syro«

Aphex Twin

Aphex Twins »Syro«, sein erstes Album nach dem 2001er-Mammutwerk »Drukqs«, ist wieder ein Masterpiece hinterlistiger Konzeptkunst geworden.
Geschrieben am
Um zu dieser Einschätzung zu kommen, muss man die Tracks selbst noch gar nicht gehört haben, denn auf dem Cover ist der Kassenzettel mit allen die Veröffentlichung betreffenden Ausgaben abgedruckt, das Presseschreiben bestand aus mehrfach durch Online-Übersetzer gejagtes Kauderwelsch: Starke, coole Ideen, mit kommunikativen Risiken behaftet, die sich in dieser Konsequenz nur der Ire Richard D. James einzugehen traut. Eigentlich hat die Platte allein dadurch schon gewonnen, sodass es gar nicht viel ausmacht, dass sie musikalisch nicht den Grad an Innovation liefert, der bei Aphex-Twin-Veröffentlichungen geschichtsbedingt als Messlatte aufliegt.

Gerade der Einstieg klingt erstaunlich clean, erinnert mit kosmischen Synthesizern teilweise gar an Acts wie Orbital, außerdem ist die HipHop-Prägung vieler Beats erstaunlich deutlich. Im weiteren Verlauf findet James aber zu alten Störfeuern zurück, bereits gebrochene Beats werden abermals gebrochen, manches erinnert an Squarepusher oder eben an Aphex Twin in seinen zentralen Phasen. »Syro« besitzt eine gute eigene Qualität, ohne dem Werk Aphex Twins maßgebliche neue Aspekte hinzuzufügen. Aber wer will das auch immer wieder verlangen, gerade von ihm.

In drei Worten: Messlatte / Brüche / Konsistenz

- Aphex Twin »Syro« (Warp / Rough Trade / VÖ 19.09.14)

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