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Between A Peking Duck And A Cupfinal

Antonelli Electr.

Muss klasse gewesen sein, dieser 29. Mai 2004. An diesem Abend spielte Antonelli Electr. im Bullet in Tokio, nur mit einer Jomox und einem Hardware-Sequencer im Gepäck, wie das Bild im Booklet verrät: “There were no computers used in my live-set and we all had to pull our shoes off.” Ganz typisch fü
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Muss klasse gewesen sein, dieser 29. Mai 2004. An diesem Abend spielte Antonelli Electr. im Bullet in Tokio, nur mit einer Jomox und einem Hardware-Sequencer im Gepäck, wie das Bild im Booklet verrät: “There were no computers used in my live-set and we all had to pull our shoes off.” Ganz typisch für den Minimalisten aus Düsseldorf. Gewohnt überzeugend auch der Mix, der mit zwei Stücken von Antonellis letztem Album “Anti-Establishment 3” erst mal das Terrain sondiert und seinen Beitrag zu “Clicks & Cuts 2” Revue passieren lässt, um dann der Disco-Maschine freien Lauf zu lassen. Das Verblüffende an Antonelli Electr. ist, dass sein Stil schon seit der ersten Italic-Platte, dem Smash-Hit “I Don’t Want Nobody Else But You”, fertig angelegt ist und seitdem kaum Veränderung erfahren hat, aber immer noch zum Feinsten zählt, was im minimalen Sektor zu kriegen ist. Unnachahmlich, wie Antonelli Electr. auch hier mit den 80er-Popeinflüssen verfährt, sie nur in Breaks nach vorne holt, um die klassischen Melodien im folgenden Track wieder als eine Textur von vielen erscheinen bzw. verschwinden zu lassen. Genau wie Detroit, das zur zweiten Passion geworden ist, die Antonelli Electr. rocken lässt. “Between A Peking Duck And A Cupfinal” bringt die Uhr des Alltags dazu, eine Stunde lang ungleich smarter und moderner zu ticken: Schade, dass dieses zauberhafte Stück Musik als Japan-Release hierzulande nur auf dem Import-Weg zu bekommen ist.