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»Anarchie und Alltag«

Antilopen Gang

»Anarchie und Alltag«, das zweite Album der Antilopen Gang, ist mit der Erfüllung aller Erwartungshaltungen durchweg vorhersehbar – und damit der perfektionierte Querschnitt ihrer gesamten Diskografie. 
Geschrieben am
Zwei Jahre nach ihrem Durchbruchsalbum »Aversion« haben sich die Antilopen dank KenFM-Rant und Festival-Sommer zu einer Art Steineschmeißer-Pendant zu Fettes Brot entwickelt – ein bisschen zu frech für den Bundestag, aber angepasst genug für einen »Tagesschau«-Beitrag. Entsprechend ist auch »Anarchie und Alltag« wieder ein Balanceakt aus Sprücheklopfer-Rap zwischen Fehlfarben-Referenz und ironischer Hintertür, um Nachwuchs-Punks wie KuWi-Erstis ein Auskennerlächeln zu entlocken. Polit-Rap für Außenseiter oder solche, die es gerne wären. Die titelgebende Anarchie ist hier allerdings nicht Alltag, sondern wird im Alltäglichen gesucht: »Ich bestelle ein Doppel-Whopper-Menü bei McDonald’s« – oi oi oi. Die Gang spielt weiterhin ihren liebenswert pöbelnden Rotzlöffel-Soundtrack aus der fatalistischen Sicht einer post-revolutionären Mittelschicht, dessen alter Home-Recording-Charme mithilfe von Roe Beardie differenzierter, großflächiger, aber auch braver geworden ist. »Anarchie und Alltag« ist verkopft, verspielt, ja, im Antilopen-Kosmos vorhersehbar – und genau deswegen das beste Album ihrer Diskografie. Nur ein Niemand peilt die Gang (nicht).

Antilopen Gang

Anarchie und Alltag + Bonusalbum Atombombe auf Deutschland

Release: 20.01.2017

℗ 2017 JKP Jochens Kleine Plattenfirma GmbH & Co. KG

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