×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»My Woman«

Angel Olsen

Auf ihrem dritten Album »My Woman« sorgt die Songwriterin Angel Olsen für das musikalische Pendant zu den roten Samtvorhängen in Twin Peaks.
Geschrieben am
Die Bang Bang Bar wäre die perfekte Location für die Präsentation dieses Albums. Wie einst Julee Cruise versprüht Angel Olsen auf »My Woman« Ballroom-Flair und badet in Reverbs. Dabei verabschiedet sie sich vom puristischen Sound des gefeierten Vorgängers und überrascht mit zwei grundverschiedenen Seiten. Während die erste Hälfte des Albums mit eingängigen Höhepunkten wie »Never Be Mine« oder »Shut Up Kiss Me« noch knackig auf den Punkt kommt, nimmt sich die zweite Hälfte deutlich mehr Zeit und wird zu der erwarteten Aneinanderreihung an »Oha«- und »Uuh«-Momenten.  

Olsen zelebriert dabei die Langsamkeit, als wären die Songs während der Trinity-Session der Cowboy Junkies entstanden. Sie spielt mit dem Hörer und lässt ihre Songs von Gitarren in Stücke reißen, um sie kurze Zeit später für einen stürmischen Quickie wieder zurückzuholen. So werden »Heart Shaped Face« und »Sister« auf Dauerschleife zu abendfüllender Unterhaltung. Selbst wenn die Kellnerin bereits lustlos die Stühle hoch stellt – die Glitzerkugel dreht sich und ein letzter langsamer Tanz geht immer.

Angel Olsen

MY WOMAN

Release: 02.09.2016

℗ 2016 Jagjaguwar

Angel Olsen »My Woman« (Jagjaguwar / Cargo)