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Dirty Gold

Angel Haze

Angel Haze begibt sich 19 Tracks lang auf die Suche nach einem Hit. Bloß fündig wurde die hochtalentierte Rapperin nie.
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Angel Haze findet sich seit zwei Jahren als einer der hoffnungsvollsten Newcomer gelistet. Seither hat sie an ihrem Album gearbeitet. Allerdings schien ihr Label mit der Platte nie zufrieden und so wurde das Release-Date mehrfach verschoben. Irgendwann platzte Angel der Kragen und sie leakte die Stücke kurz vor Weihnachten. Das Label reagierte und veröffentlichte das Album Ende des Jahres digital, während der physische Release auf Februar datiert wurde. Diese Unstimmigkeiten passen besser zu »Dirty Gold«, als es dem Label und der Künstlerin lieb sein dürften. Denn es scheint, als haben die am Album beteiligten Kräfte Angel Haze 19 Tracks lang auf die Suche nach einem Hit geschickt. Bloß fündig wurde die hochtalentierte Rapperin nie, was vor allem an der musikalischen Umsetzung liegt.

Die technische Finesse von Angel Haze geht in der Belanglosigkeit der Instrumentale leider unter. Selbst wenn man seinen Frieden mit zweitklassigen Beats schließt und auf die Texte achtet, werden die Inhalte in gebrauchsfertigen Singsang-Hooks auf Werbeslogans simplifiziert. So klingt »Dirty Gold« wie ein unfertiges Album, ist aber trotzdem von jeglichen Ecken und Kanten befreit. Man würde sich wünschen, dass Angel Haze einen neuen Anlauf nimmt und auf ihrem zweiten Album da anknüpft, wo sie vor den Aufnahmen von »Dirty Gold« schon war. Das dürfte in jedem Fall besser sein als der durchsichtige Versuch, Attitüde und (scheinbare) Chart-Tauglichkeit zu verbinden. 

 

In drei Worten: Talent / Leaken / Scheitern