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Experience

Andreas Willers & Friends play Jimi Hendrix

Die 'Nabel'-Schau über JIMI HENDRIX, hier muß aufmerksam in die Musik hineingehorcht werden, hier muß das Ohr abtauchen in die re-volutionären Tongebilde des toten Gitarristen aus Seattle. ANDREAS WILLERS und seine Freunde vermeiden, lobenswert, das bedingungs-los-blinde Nachspielen. Sie bearbeiten
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Autor: intro.de

Die 'Nabel'-Schau über JIMI HENDRIX, hier muß aufmerksam in die Musik hineingehorcht werden, hier muß das Ohr abtauchen in die re-volutionären Tongebilde des toten Gitarristen aus Seattle. ANDREAS WILLERS und seine Freunde vermeiden, lobenswert, das bedingungs-los-blinde Nachspielen. Sie bearbeiten individuell die HENDRIX-Songs und interpretieren sie so, als seien es eigene Schöpfungen. Vier der dreizehn Stücke hat WILLERS tatsächlich selbst geschrie-ben und erweist seinem Vorbild damit eine besondere Ehre. Er wagt sich ohne Scheu an den Meister heran, indem er dessen Ideen aufgreift und die HENDRIXsche Gitarrenarbeit ebenso berücksichtigt wie die fast dreißig Jahre später gültige Auffassung von Rockklas-sikerinterpretationen. Die kurze Rückkopplungsorgie 'Sept. 21st, 1966' beginnt übrigens wie 'Axis: Bold As Love', das zweite HEN-DRIX-Album, jedoch ohne dessen das Original einleitende Interview. Im September '66 spielte HENDRIX im New Yorker 'Cafe Wha?' und wurde dort von Chas Chandler entdeckt. Auf der Posaune fuchsteufelswild zum Höhepunkt geblasen wird die 'Foxy Lady' vom Gast JÖRG HUKE, dem auf seinem Instrument die Vibrato-Akzente gelingen, die JIMI HENDRIX spielerisch-leicht mit der Gitarre erzeugte. Seitdem des-sen Gitarre nicht mehr in Flammen aufgeht, ist ANDREAS WILLERS ei-ner der wenigen Kompetenten, der Stücke wie 'Purple Haze', 'If Six Was Nine' und 'Who Knows' würdig und eigenständig vorführt (anders etwa als DEFUNKT). Gästin GABRIELE HASLER rezitiert eine 'Lyrics Collection' im Mittelteil der 'Voodoo Chile'-Trilogie, montiert über eine dezente Hintergrundmusik und den Stimmen von JIM BLACK und WILLERS. Mit 'Experience' ist eine formal und interpretatorisch überzeugende Hommage an ein Gitarrenmythos ge-lungen.