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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Die Liebe und der Ärger der Anderen«

Andreas Dorau

Großgeschriebener POP zwischen Dada-House, Weisheit und Krabbelgruppe – Dorau halt mal wieder, aber auch nach 30 Jahren ein Ereignis.
Geschrieben am
Popstars sind in Deutschland je nach Zählweise nicht existent – oder zahlreich und peinlich. Andreas Dorau muss aber in jedem Fall und eigentlich in jeder Dimension von Pop dazugezählt werden. Er hatte Erfolg bei den Massen (»Fred vom Jupiter«, 1981; »Girls In Love«, 1996), stellte seine ersten eigenen Singles aber her, indem er mit der Zirkelspitze Flohmarkt-Platten überkratzte. Dass Pop im Idealfall das Zusammentreffen von Kunst und Kindergarten ist, mit Anteilen von starkem Selbstvertrauen und Lust an der Provokation, wussten so viele vor ihm ja nun auch nicht.

»Die Liebe und der Ärger der Anderen« ist natürlich wieder beste Dorau-Schule; avantgardistische Dada-Abzählvers-Poesie und schöne House-Beats formen Weisheit: »Liebe ergibt keinen Sinn. Mal macht sie Freude, mal ist sie wieder sehr schlimm. Liebe ist, wenn man genau hinguckt, nichts weiter als ein bourgeoises Konstrukt.« Mitgeholfen haben diesmal alle von Ja, Paniks Andreas Spechtl bis Snap!s Luca Anzilotti. Vielleicht denken die sich schon länger das, was ich beim Hören dieses Konzept-Doppelalbums über Liebe und Ärger gedacht habe: Ich möchte ihn mit allen guten Menschen zusammen heiraten, diesen Dorau!

Andreas Dorau

Die Liebe und der Ärger der Anderen

Release: 07.07.2017

℗ 2017 Staatsakt.