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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Via«

Andi Otto

Den Künstlernamen abgelegt, den Sound eingängiger gestaltet, neue Gestaltungsweisen ausprobiert. Viel Neues also im Hause Andi Otto: darunter viel Gutes und wenig Anstrengendes.
Geschrieben am
Indien – du Sehnsuchtsort ganzer Musikergenerationen, seit sich John, Paul, George und Ringo in die Sitar und chemische Drogen verliebten. Auch Andi Otto – der früher Springintgut hieß und aufregend-sperrige Electronica fabrizierte – hegt ein Faible für das Land. Indische Einflüsse sind auf »Via« deswegen prominent zu hören: In »Bandini Beach« zirpt etwas vor sich hin, das zumindest ähnlich tönt wie eine Sitar. »Zindagi Club High« klingt wie eine Mischung aus Qawwali-Musik und deutscher Technokälte. Entstanden ist das Ganze durch Microsampling von obskuren Vinyl-Fundstücken auf Flohmärkten in Bangalore; so viel also zur Indie-Credibility. Diese Fleißarbeit hört man aber auch raus. Zuweilen wirkt das anstrengend, weil zu gewollt, wie in »Dharti Cash Puke«. Größtenteils schafft es »Via« jedoch, eingängige elektronisch-technoide Beats mit Mini-Samplings aus indischer Musik sinnvoll, leidenschaftlich und spannend zu einem aufregend neuen Sound zu verzahnen (toll: »Bangalore Whispers«). Des Öfteren erwischt man sich sogar, wie man mit dem Kopf im Takt wippt.

Andi Otto

Via

Release: 27.01.2017

℗ 2016 Pingipung