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Alternative 4

ANATHEMA

Bisher haben mich ANATHEMA nie sonderlich berührt - "Alternative 4" bricht mit dieser Tradition. Zwar regieren immer noch die Meister Theatralik und Pathos, die aber ziehen und zerren nicht mehr gen tiefe dunkle Abgründe, vielmehr haben die Liverpooler Doomster Melodiösität für sich entdeckt, was ih
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Autor: intro.de

Bisher haben mich ANATHEMA nie sonderlich berührt - "Alternative 4" bricht mit dieser Tradition. Zwar regieren immer noch die Meister Theatralik und Pathos, die aber ziehen und zerren nicht mehr gen tiefe dunkle Abgründe, vielmehr haben die Liverpooler Doomster Melodiösität für sich entdeckt, was ihre Kompositionen wesentlich nachvollziehbarer, fast positiv erscheinen läßt. Mehr noch: Anno '98 wartet das Quartett mit fast schon Ohrwurmpotential auf. Ein Song wie "Fragile Dreams" jedenfalls war so bislang noch nicht zu hören. Meines Erachtens liegt diese Entwicklung im Wechsel am Mikrophon begründet, füllt Gitarrist Vinnie Cavanagh die Position des geschaßten Darren J. White doch auf neue, angenehme Weise. Sieht man mal von den starken PINK FLOYD-Anleihen ab - einige Momente erinnern stark an "The Wall" und "The Final Cut", "Re-Connect" greift sogar das geniale "Astronony Domine" auf -, ist es "Alternative 4" allemal wert, entdeckt zu werden.