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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Elegy

Amorphis

Finnlands Nr. 1 in Sachen Gothic Metal, spätestens seit 'Black Winter Day' in Deutschland sehr geschätzt, versucht mit diesem Werk, seinen Status zu vergrößern, ohne die Roots zu verleugnen. Man kommt vom Death Metal, hat sich aber letztendlich durch die Einbindung eines zweiten, 'cleanen' Sängers u
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Autor: intro.de

Finnlands Nr. 1 in Sachen Gothic Metal, spätestens seit 'Black Winter Day' in Deutschland sehr geschätzt, versucht mit diesem Werk, seinen Status zu vergrößern, ohne die Roots zu verleugnen. Man kommt vom Death Metal, hat sich aber letztendlich durch die Einbindung eines zweiten, 'cleanen' Sängers und die eher traditionellen (im Sinne von 'folkloristischen') Melodiebögen schon länger von dessen kompositorischer Enge gelöst. 'Elegy' nun, mit neuem Sänger und Keyboarder, geht so weit, daß nur noch die Grunts des Hauptvokalisten an früher erinnern, sich die Musik aber in äußerst moderaten Momenten wiederfindet. 'The Orphan' beispielsweise besticht durch zweistimmige Melodieführung in bester HM-Tradition, das Titelstück entpuppt sich als sehr schöne Ballade, und die Hammondklänge des neuen Organisten führen einen zeitweise gar zurück in die Zeit der Blumenkinder. Freie Liebe. Am weitesten vor wagt sich der kleine Racker 'Cares', der sämtliche Barrieren niederzureißen wagt und vom konservativen Beginn bis zum in Raveklängen schwelgenden Mittelteil öfter die Farbe wechselt als ein Chamäleon. Und das schafft Interesse.