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»Freedom«

Amen Dunes

Ein Gedanke? Eine Emotion? Die Weltformel? Irgendetwas muss Damon McMahon auf seinem auffällig unauffälligen neuen Album versteckt haben. Nur wo?

Geschrieben am

Was immer man an Damon McMahons musikalischem Schaffen als psychedelisch empfunden haben mag: Auf »Freedom« fehlt es. Dieses Entrückt-Verschleierte, dieser Filter, durch den der Singer/Songwriter sich regelmäßig offenbarte, wurde für das fünfte Amen-Dunes-Album abgeschraubt. Dafür wartet die Platte wie auch zuletzt mit einer erlesenen Gästeliste auf: Unter den Geladenen befinden sich mit Chris Coady, Parker Kindred und Gus Seyffert Kreativköpfe ganz unterschiedlicher Couleur, während die Schlüsselrolle dem Underground-Künstler Panoram aus Rom zufiel, der McMahon zu seinen elektronischen Wurzeln zurückgeführt haben soll. Herauszuhören ist davon wenig bis nichts.

Doch auch ohne Quantengehör, durchtrainiertes Namensgedächtnis und den Ehrgeiz, die komprimierte Gedankenwelt McMahons aufzuschlüsseln, ist die Qualität dieses Albums offenkundig. »Freedom« ist auf eine unheimliche Weise zeitlos und urtümlich, das Songwriting nahezu lapidar in seiner rhythmischen und melodischen Schleifenschaltung. Dabei wirkt es nicht so, als müsse sich McMahon anstrengen, um aus dem akustisch Notwendigsten ein paar gute Songs zusammenzubasteln – auch dann nicht, wenn er auf dem letzten Drittel noch mal auftaut, ins Grooven kommt und seine Interpretation des Roadtrip-Rock zum Besten gibt. So oder so: Uneitler hört man nur selten jemanden grübeln. Und wenn Songs so schön ineinander einrasten wie hier, braucht es weder vorlaute Hits noch spektakuläre Verrenkungen.

Amen Dunes

Freedom

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Amen Dunes under exclusive license to Sacred Bones Records

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