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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Antisocialites«

Alvvays

Alvvays spielen einen Dream-Pop, der gerade wegen seiner wohldosierten Unterkühltheit so spannend klingt.
Geschrieben am
Der Indie-Hit »Archie, Marry Me« von 2013 hätte Alvvays leicht zu einer dieser Indie-Bands verwandeln können, die schnell verheizt und dann vergessen werden, wenn irgendein Werberiese einen ihrer Songs kauft und zu Tode dudelt. Zum Glück kam es anders: Die Kanadier blieben mit ihrem Debüt noch genug unter dem Radar, um sich für »Antisocialites« ordentlich Zeit zur Weiterentwicklung nehmen zu können. Der Dream-Pop der zum Quartett geschrumpften Band ist immer noch minimalistisch, klingt aber nun geschliffener und weniger lo-fi.

Den besonderen Reiz macht weiter die Stimme von Sängerin Molly Rankin aus, die die Emotionen immer bewusst ein gutes Stück unterdosiert. In ihrem Gesang findet sich eine Mischung aus kühler Melancholie und trockenem Witz, der sich wohl am ehesten mit dem englischen Begriff »deadpan« greifen lässt. Wie in der Single »In Undertow«, die mit den Zeilen »What’s left for you and me? I ask that question rhetorically« abgeklärt das Ende einer Beziehung verarbeitet, oder im stoisch vor sich hin groovenden »Dream Tonite«, das gerade aufgrund des schlafwandlerischen Gesangs so spannend klingt.

Alvvays

Antisocialites

Release: 08.09.2017

℗ 2017 Polyvinyl Record Co. under exclusive license to Transgressive Records Ltd. / [PIAS]