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alt-J

Und der Mercury Prize geht an ...

Das Schöne am renommierten Mercury Prize war schon immer, dass nicht nur die kommerziellen Abräumer des Jahres eine Chance darauf haben.
Geschrieben am

Das hat sich 2012 mal wieder bestätigt, als der Indie-Pop-Band alt-J, deren Debüt »An Awesome Wave« es gerade mal bis auf Position 13 der britischen Charts geschafft hatte, der Sieg gelang. Schlagzeuger Thom Green sprach nach der Verleihung mit Thomas Venker.

Gratuliere. Insidern galtet ihr ja als Favoriten, aber mal im Ernst: Habt ihr diesen Ausgang erwartet?

Thom Green: Danke erst mal. Wir sind alle sehr stolz. Wir haben es wirklich nicht erwartet, schon gar nicht, nachdem wir die anderen Nominierten haben auftreten sehen. Tja, keine Erwartungen zu haben ist eh immer die beste Strategie.

Im Jahr zuvor hat PJ Harvey mit »Let England Shake« gewonnen. Fühlt ihr euch in den Fußstapfen wohl?
Ihr Album gehört zu meinen absoluten Lieblingen, insofern ist das phänomenal, dass wir jetzt mit ihr in einer Reihe stehen. Wir erfahren gerade eine Anerkennung, von der wir nie zu träumen gewagt hätten.

Die Liste der anderen Nominierten klang nicht schlecht: Django Django, Roller Trio, Field Music, The Maccabees, Lianne La Havas, Richard Hawley, Ben Howard, Jessie Ware, Michael Kiwanuka, Sam Lee, Plan B, Roller Trio. Sind da auch Faves von euch dabei gewesen?
The Maccabees und Django Django. Ich persönlich war irritiert, dass Hot Chip nicht nominiert wurden.

alt-J ist das Tastaturkürzel für das Delete-Zeichen ∆, das traditionell Veränderungen repräsentiert, heutzutage aber auch für Hipster steht. Aber es bezeichnet sich ja niemand gerne als Hipster ...
Wir haben das so auch nicht gemeint, sehen uns nicht als Teil einer Bewegung, auch wenn andere uns einordnen wollen. Aber wenn der Hipster-Status es mit sich bringt, dass die Leute uns hören wollen, dann fühlen wir uns geschmeichelt.

2012 habt ihr jetzt also im Sack, was steht 2013 bei euch an?
Erst mal sehr viele Konzerte rund um die Welt. Ich lege neuerdings auch auf, das lässt sich auf der Tour sehr gut bei den Aftershow-Partys einbringen. Nach der Tour wollen wir aber spätestens wieder mit dem Schreiben neuer Songs anfangen, vielleicht schaffen wir es aber auch schon während der Tour.


Weitere Rückblicke auf das Jahr 2012 findet ihr hier.