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»Another River«

Alpines

Das Duo Alpines setzt mit dem zweiten Album auf saubere Produktion, schweren Bass und durchdringende elektronische Elemente. Musikalisches Understatement reibt sich an Catherine Pocksons zitternder Stimme.
Geschrieben am
Catherine Pockson klingt ein bisschen wie eine nervöse Jessie Ware. Aber es ist genau diese Unruhe, die den Sound von Alpines aus der Masse hervorhebt: Die Stimme wackelt, und doch ist da Stärke unter der Oberfläche. Dabei ist die musikalische Untermalung entschlossen auf wenige intensive Sounds konzentriert. Pockson und Bob Matthews arbeiten seit 2010 zusammen, 2014 erschien das Debüt »Oasis«. Der Stil des Duos war damals noch nicht ganz festgelegt. Jetzt ist der kontrolliert elektronische Klang in Kombination mit Soul-Elementen und großen, ausgeklügelten Synthesizer-Eskapaden das Hauptmerkmal. Einschläge von Künstlern wie Banks sind unüberhörbar. Auf der textlichen Ebene ist die Platte einseitig, der rote Faden heißt hier Herzschmerz. Das Album ist jedoch durch die Kombination von kräftigen, basslastigen Tracks und zurückgenommenen Stücken wie »Motionless« oder »How It Hurts« besonders ausgewogen. Was fehlt, ist ein mitreißender Track wie etwa »Zero« vom Debüt, bei dem das beherrschte Understatement noch nicht ganz ausgereift war und Alpines etwas ausgelassener wirkten.

Alpines

Another River

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Humming Records