×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Tourist In This Town«

Allison Crutchfield

Die kleine Indie-Größe Allison Crutchfield präsentiert ein Album, das Spaß und Lust auf mehr macht, aber auch ein wenig anbiedernd klingt.
Geschrieben am
Vielleicht ist der Begriff »Solodebüt« für »Tourist In This Town« etwas hochgegriffen, schließlich dürfte der Name Allison Crutchfield – und auch der ihrer aktuellen Band Swearin’ – nur der Indie-In-Crowd bekannt sein. Im Gegensatz zu dem ihrer Zwillingsschwester Katie Crutchfield alias Waxahatchee, in deren Band Allison ebenfalls spielt und mit der sie vor zehn Jahren die DIY-Pop-Punk-Geheimtipp gebliebenen Gruppen P.S. Eliot und Bad Banana gründete. Mit den bislang zwei Alben ihrer Band Swearin’ erreichte sie dann in den letzten Jahren etwas Bekanntheit bei Fans von harschem 1990er-Indie und melodiösem Garage-Punk. Und auch dieses Debüt unter eigenem Namen klingt, wie gute Alben auf dem Label Merge eben klingen: nach Melodien und Garagen und ein wenig Riot. Außerdem spielt sich Crutchfield mit hörbarem Spaß an neu entdeckten synthetischen Harmonien, Texturen und Räumen durch die Synthie-Sammlung ihres Produzenten Jeff Zeigler. Leider streben die Songs zu früh in der Album-Dramaturgie in Richtung der Abspänne populärer Serien, in denen sie sicher noch Gebrauch finden werden. Ewiges Finale grande statt quirlig sprudelnder Pop: Es hätte »Tourist In This Town« gutgetan, wäre es ein großes kleines Album geworden, kein kleines großes.

Allison Crutchfield

Tourist in This Town

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Merge Records