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Algiers

Calexico

Lautäußerungen von den USA über Mexiko bis Kuba – Weltmusik für Amerikaner mit Flugangst, spröder denn je.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Mit »Algiers« ist ein Stadtteil New Orleans gemeint, nicht die Hauptstadt Algeriens. Musikalisch decken Calexico einige Längen- und Breitengrade ab, bis nach Nordafrika kommt man mit Trompeten, Besenschlagzeug und Twang-Gitarre aber nicht. Die Reise geht nur von den USA über Mexiko bis Kuba – Calexico sind so eine Art Weltmusik für Amerikaner mit Flugangst. Ihr siebter Longplayer ist kein wirklich experimentelles Album für die Band, aber ein ungewohnt lockeres: Bläser müssen sich nicht mehr ausschließlich nach Mariachi anhören, sondern dürfen wie in »Splitter« an flächige R’n’B-Horns erinnern, das atmosphärische »Para« klingt wie Radiohead zu »The Bends«-Zeiten im Texicana-Gewand. Obwohl wiedererkennbar Calexico, ist »Algiers« die vielleicht vielseitigste musikalische Äußerung der Band.

Joey Burns und John Convertino, deren hohes Niveau immer mit einer gewissen Berechenbarkeit einherging, kommen heuer ein bisschen ins Schlingern, was nach 15 Jahren (länger, wenn man die Zeit in Giant Sand mitzählt) durchaus guttut. »Algiers« wird aufgrund dessen nicht jedermanns Lieblingsalbum werden, hat aber unbedingt Lieblingssongs.

In drei Worten: Flugangst / Radiohead / Schlingern