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Alexander Kowalski

Alexander Kowalski zeigt sich auf dem Backcover seines dritten Albums bei Tageslicht vor einer verfallenden Mauer als schwarz gekleideter, schwere Taschen schleppender Typ. Auf der Vorderseite gibt’s Kabel und Mischpult zu sehen und den käsigen Arm des Produzenten, der an einem Regler dreht. Der Gla
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Alexander Kowalski zeigt sich auf dem Backcover seines dritten Albums bei Tageslicht vor einer verfallenden Mauer als schwarz gekleideter, schwere Taschen schleppender Typ. Auf der Vorderseite gibt’s Kabel und Mischpult zu sehen und den käsigen Arm des Produzenten, der an einem Regler dreht. Der Glamour der Nacht sieht anders aus. Doch Kowalski steht auf Ehrlichkeit. Auf Handarbeit und Schweiß. Die glanzlose Hintergründigkeit dieser Inszenierung findet sich in seinen Technotracks wieder, die trotz leicht angekitschter Schnörkel hier oder einiger schriller Plastiksounds da etwas durchaus Unprätentiöses haben. Es geht nicht um Attitüde, sondern um Wirkung. Und der Schweiß darf deshalb natürlich auch den Tanzboden tränken und nicht nur dem Studiotüftler den Finger am Knöpfchen befeuchten. Das Grundthema Cluballtag und Ehrlichkeit wird erst durch den hochenergetischen Technopop von “Lock Me Up” gebrochen, über dem Turner seine Stimme erhebt. Eine Nummer mit dem Zeug zum Hit, ganz klar, aber Turners Robert-Smith-Timbre will für mich nicht so ganz mit Kowalskis Erdigkeit zusammengehen und fällt so ziemlich aus dem Rahmen des Albums. Besser erwischt es da Raz O’Hara mit “... And I Will Find You”. Sein Gehauche schmiegt sich sanft an Kowalskis sonnig groovenden House und lässt das Album mit dem richtigen Ton ausklingen.