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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Forced Witness«

Alex Cameron

»Forced Witness« ist feinster Oldschool-Pop von einem der wandelbarsten Entertainer Australiens.
Geschrieben am
»Nein, Alex Cameron ist alles andere als eine arrogante Flitzpiepe. Und auch seine Musik wächst – glaub mir doch, Liebes!« – so oder so ähnlich musste man Camerons polarisierendes Debüt, diese verkannte Perle mit Schalk im Nacken und einem Flachmann im Smoking, verteidigen. Auf seinem Debüt mimte der Australier noch den »dumbest, richest guy at the bar« und beschäftigte sich mit gescheiterten Existenzen des Show-Business; nun ist er mitten im Leben angekommen. Geblieben ist die Liebe zur Inszenierung seiner Charaktere und der Songs.

Der Einfluss des Ober-Killers Brandon Flowers und der wechselnden Aufnahmestätten Las Vegas, L.A. und Berlin werden dabei musikalisch nicht nur im gemeinsamen Song »Runnin’ Outta Luck« offensichtlich. Klang beim Debüt noch neben Bruce Springsteen vor allem der repetitive Sog von Suicide durch, so hat Cameron seine Songs nun offener gestaltet und schüttelt mit Stücken wie »Stranger’s Kiss«, dem starken Oldschool-Duett mit Angel Olsen oder der Tina-Turner-Basslinie in »Candy May« voller Selbstverständlichkeit herrlich kitschige Pop-Gesten aus dem Ärmel. Wie er beispielsweise in »True Lies« von dem Mädchen aus dem Internet schwärmt, das ihm Bildchen ihrer schönen Augen schickt, während sein treuer Sidekick kleine i-Tüpfelchen in den Wind bläst, ist einfach unwiderstehlich. 

Alex Cameron

Forced Witness

Release: 08.09.2017

℗ 2017 Secretly Canadian