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Album

Girls

Wenn du turbulenten Indie-Pop aus San Francisco hörst, vergiss nicht, dir ein paar Blumen ins Haar zu stecken.
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Wenn du turbulenten Indie-Pop aus San Francisco hörst, vergiss nicht, dir ein paar Blumen ins Haar zu stecken.

Frei nach Dostojewskis "Schuld und Sühne" besingen die Girls aus San Francisco den unheimlichen, nicht zu stoppenden Geisterzug: "I'm on a ghost train, in a ghost car, and I don't know how to get out and get to heaven." Vielleicht haben sie ja zu viel Bay-Area-Feeling inhaliert, als sie ihr Debüt einspielten. Dufter Albumtitel übrigens. Hervorgegangen aus einem Wohnzimmerprojekt von Songwriter Christopher Owens, der daraufhin drei weitere Musiker um sich geschart hat, bestehen Girls mittlerweile aus vier Boys.

Ihr Indie-Pop sorgte jüngst beim Hamburger Reeperbahn Festival für tropische Zustände im Molotow. Das geht grundsätzlich fix, beweist aber, dass man mit einer Mischung aus "50s-Surf-Pop, 60s-Psychedelia, 80s-Hardcore und glückseligem Shoegaze" (Presse-Info) viele Menschen glücklich machen kann. Diese Surf-Hippies! "Lust For Life" ist glücklicherweise kein Iggy-Pop-Cover, "Big Bad Mean Motherfucker" dagegen genau die Sorte Rock'n'Roll, nach der es klingt. Und "Ghost Mouth"? Das Schönste, was wir erleben können, ist das Mysteriöse: "I'm a ghost man, in a ghost town, and I just wish I could get out and get to heaven."