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Albinis Kochmonolog

Bevor wir hier dem "guten Gewissen von Indie" - Mr. Albini himself - das Wort und den Kochlöffel überlassen, möchten wir euch noch eine Verlosung schmackhaft machen. Wie ihr hier und hier nachlesen könnt, sind Albini und das Touch & Go Label fest miteinander verbändelt. Deshalb ist es naheliegend
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Bevor wir hier dem "guten Gewissen von Indie" - Mr. Albini himself - das Wort und den Kochlöffel überlassen, möchten wir euch noch eine Verlosung schmackhaft machen. Wie ihr hier und hier nachlesen könnt, sind Albini und das Touch & Go Label fest miteinander verbändelt. Deshalb ist es naheliegend, dass wir an dieser Stelle eine Handvoll schicker (und limitierter) Touch & Go Jubiläums-Shirts verlosen. Schickt uns eine Mail mit Postadresse und Wunschgröße und dem Stichwort "Das perfekte Indie-Dinner" an verlosung@intro.de. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen per Mail informiert. Viel Glück! Und nun hat der (Küchen-) Chef hat das Wort:

"Also: Wir benutzen einen Apfel, der zugleich süß und sauer ist, als Gemüse. Dazu schneiden wir ihn in große Stücke, sodass er gleichzeitig mit den Zwiebeln durch ist. Eine gute Lektion: Man kann praktisch alles in der Küche mit einem guten großen Messer machen. Als ich noch zum College ging, war die Frage immer nur, ob wir das Essen klauen oder kochen sollen. Ich fühlte mich immer wohler mit dem Kochen. Und wenn man erst mal ein paar Grundprinzipien gelernt hat, dann kann man fast alles selbst kochen. Ich koche jeden Tag. Meine Freundin und ich haben so eine Abmachung: Ich kann so lange arbeiten, wie ich will, wenn ich danach für uns koche. Wenn ihr beim Zwiebelschälen nicht heulen wollt, dann steckt euch einfach ein Holzstück in den Mund. Oder eben wieder das Messer. So sind eure Muskeln beschäftigt, und ihr habt keine Zeit zum Heulen. So, die Äpfel und die Zwiebeln werden jetzt so lange gekocht, bis sie eine schöne Karamellfarbe haben. Dazu fängt man zunächst mit etwas Olivenöl an. Drei Suppenlöffel. Dann gebt ihr etwas Butter dazu, vielleicht halb so viel wie Öl. Parallel setzt ihr das Wasser auf. Sobald Zwiebel, Äpfel und Butter braun werden, kann man Salz dazugeben. Wenn man es zu früh macht, dann wird das ganze Wasser aus den Zutaten gezogen. Mit dem Salz ist es auch so eine Sache: Wenn man viel braucht, zum Beispiel für das Kochwasser für die Nudeln, dann sollte man billiges nehmen. Wenn es um den Geschmack geht, bevorzuge ich Meersalz. So, das Gemüse ist halb durch. Der ideale Zeitpunkt, um die Nudeln ins Wasser zu werfen. Sie brauchen ungefähr zehn Minuten. Bei der Pasta sollte man drauf achten, dass sie eine Textur hat – sie darf sich nicht glatt anfühlen. Ihr müsst beim Pastakaufen unbedingt darauf achten, dass auf der Oberfläche kleine Reibepunkte drauf sind.

So, wenn wir jetzt das Salz in das Wasser werfen, dann stoppt es erst mal das Kochen – das Salz reduziert die Temperatur, deswegen nehm ich sehr viel Wasser. So, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Senfkörner und Peperoni an den Apfel und die Zwiebel zu geben. Und Weißwein – schließlich sind die Samen und Peperoni ja dehydriert, sie brauchen Flüssigkeit, um wieder aufzublühen. Hmm, ich habe die frischen Kräuter vergessen. Nun, dann nehmen wir halt getrockneten Oregano. Diesen fügt man hinzu, während es noch feucht ist, frische Kräuter erst am Ende. Die Pasta sieht schon gut aus, aber ist noch etwas zu wenig durch. Trotzdem nehmen wir sie raus, schwenken sie ab und tun sie in die Pfanne.

Noch zwei Sachen. Das hier ist Zimt, ein Gewürz aus der Neuen Welt, es passt sehr gut zum runden Eindruck des Essens. Aber erst kurz vor dem Ende hinzugeben, sonst geht der Geschmack verloren. Und zuletzt noch ein paar Kräuter. Frische Minze wär jetzt ideal – wenn wir sie dahätten. Noch ein paar Kapern drauf. Und zuletzt der trockene Parmesan. Das ist wirklich wichtig. Viele denken, das sei ein Bonus. Ich sage: Der Käse ist das, was du wirklich isst. Die Pasta ist nur das Vehikel für den Parmesan. Noch etwas Salz, ein bisschen roten Pfeffer.

So: If you get a piece and you might decide you wanna have a little bit of excitement in your life – you can eat it. Bon appetit!"