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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Alasdair Roberts«

Alasdair Roberts

Der Schotte Alasdair Roberts verknüpft seine Feldforschungen in Folk mit Psychoanalyse, und das klingt nicht mal esoterisch.
Geschrieben am
Alasdair Roberts ist ein Fan der Psychoanalyse. Überall Über-Ichs. Zum Beispiel kommt die Art, wie er seine Schuhe bindet, von seinem Vater, ebenfalls schottischer Folk-Musiker, sagt er zumindest. Und auch die Art, wie er Gitarre spielt. Roberts glaubt auch, dass, wenn er Folk-Traditionals singt, die Stimmen derer, die die Songs zuvor gesungen haben, ebenfalls mit einfließen. Das formt auch seine Art zu singen. Vom Klang her erinnert das zunächst an seinen Freund und Förderer Will Oldham, hat aber tatsächlich einen sehr keltischen Einschlag in der Intonation.

Auf dem neuen Werk, seinem mittlerweile achten Soloalbum, kommt das besonders stark zur Geltung, weil die Arrangements ziemlich reduziert sind: Akustikgitarren-Pickings und Stimme, dazu noch hier und da Flöte, ein bisschen Percussion und Background-Gesang. Selbstbetitelt ist das Werk, weil Roberts den Status »vollkommener Individuation« nach C.G. Jung nun erreicht habe: Zufriedenheit mit sich selbst. Eine große Ruhe zumindest klingt hier durch. Und viel Vergangenheit.
– Alasdair Roberts »Alasdair Roberts« (Drag City / Rough Trade / VÖ 30.01.15)

Alasdair Roberts

Alasdair Roberts

Release: 27.01.2015

℗ 2015 Drag City