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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Blackest Joy«

Akua Naru

Empowerment und Poesie: Auch das dritte Album von Akua Naru ist ein großer Wurf in der neuen Welle des Conscious-Rap.

Geschrieben am

Bei Akua Naru, der in Köln lebenden HipHop-Poetin aus New Haven, kribbelt natürlich der Essenzialismus-Zeigefinger, wenn der Clip zu »My Mother’s Daughter«, den Vorfahren gewidmet, an der Küste vor Lomé einsame Fischerboote in den Atlantik setzt. Afro-Retromania, klar, aber Jesus, muss dieser White Boy hier jetzt wirklich schwarzen Conscious-Rap besprechen, wo doch alle anderen Platten auf diesen Seiten schon von ihm handeln?

Absolut berechtigter Einwand – Akua Naru macht Musik als Empowerment für schwarze Frauen, bezieht sich auf schwarze Schriftsteller*innen wie Toni Morrison und James Baldwin und natürlich auf die Weltgeschichte schwarzer Musik. Denn so sehr das auch Rap sein mag, ist es eben mit dominanter Trompete und himmelweiten Chorsätzen doch auch Jazz und Gospel. Vor allem ist es aber Poesie, ein Sprachfluss, den die Musik mit den Vibes aus der Hochphase der Black Consciousness, den 1970ern, untermalt und verwickelt, vereinfacht und verkompliziert. Da mag ich keine Zielgruppe sein, sondern eher Zaungast bei der Party, aber ich lausche und staune mit offenen Ohren!

Akua Naru

The Blackest Joy

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Code Black