×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Schrei nach Liebe« zurück in die Charts

‪#‎AktionArschloch

Charts, ihr erinnert euch, war das, was vor dem Durchbruch von Download- und Streaming-Portalen, etwas über die Relevanz von Künstlern aussagen wollte. Aus dieser Zeit stammen auch Die Ärzte und ihr Song »Schrei nach Liebe«, den die »Aktion Arschloch«, als Statement gegen den aktuellen Irrsinn, in gewisse Ranglisten zurückführen möchte.
Geschrieben am
1993: Rostock-Lichtenhagen und der Asylkompromiss (Euphemismus für die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl) erzürnen ein paar vernunftbegabte, trockene Hosen tragende Menschen – und Die Ärzte. Sie nehmen den heute unter Klassiker verbuchten Song »Schrei nach Liebe« auf, lassen Detlev Buck das dazugehörige Video drehen und sagen den Faschos was sie sind: Arschlöcher. 
Darüber, dass Rassismus ein Problem der Gesamtgesellschaft und nicht ausschließlich - heute sowieso nicht mehr - von Glatzen und Springerstiefel tragenden Nazis ist, sollte man durchaus diskutieren. Aktionismus und Kunst geht meist einen kürzeren Weg. Aber wenn's hilft, bitte. 

»Die Aktion Arschloch! will auf einfache Weise dazu beitragen, ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit zu setzen«, heißt es auf der Webseite einer Initiative, die den 1993er Song zurück in die Charts und ins Radio bringen will. Zu diesem Zweck soll der Song gekauft, geklickt und gewünscht werden. Möglichkeiten des Mitmachens finden sich hier und auf der Facebook-Seite der Aktion. 

Update: Mittlerweile haben Die Ärzte bekanntgegeben, dass sie die Aktion unterstützen und alle Einnahmen an Pro Asyl gehen.