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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Pendulum«

Aisha Badru

Ausgerechnet der Werbespot eines umstrittenen Autokonzerns ermöglichte es Aisha Badru, ihre Songwriter-Karriere zu forcieren. Das Debütalbum der New Yorkerin ist trotzdem ein großer Wurf: intimer Pop, ganz ohne Skandal.

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Ich weiß gar nicht genau, was mich an »Pendulum« zuerst für sich eingenommen hat: das florale Gebilde, das auf dem Cover Aisha Badrus Kopf entwächst? Oder ihre Fähigkeit zu schwermütigem Pop à la Lykke Li oder A Fine Frenzy? Oder war es eher die dahinterliegende Unbeugsamkeit einer Bat For Lashes? Womöglich ist es der Kammerpop, der sich großen Effekten verweigert, aber nicht auf orchestrale Paukenschläge verzichtet, genauso wie die sparsame, aber mitten ins Herz treffende Poesie von Zeilen wie »Are you happy or do you pretend?«.

Und schließlich ist da noch diese Stimme, die erstickt wispert, aber ungebrochen erhaben voranschreitet. Die New Yorker Singer/Songwriterin vereint auf ihrem Debüt Gegensätze, die plötzlich überhaupt nicht mehr widersprüchlich wirken. Gerade noch knarzen die Saiten von Badrus Akustikgitarre in schönster Folk-Manier, schon überschwemmt Orchesterklang die Szenerie. »Pendulum« ist werbetauglicher Pop, der keinen Zweifel an seinen Indie-Wurzeln lässt. Tatsächlich verdankt die Musikerin ihren ersten Karriereschub dem Einsatz ihres Songs »Waiting Around« in einem TV-Spot. Ihr letztendlicher Durchbruch aber wird dieser Platte geschuldet sein.

Aisha Badru

Pendulum

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Aisha Badru under exclusive license to Nettwerk Music Group Inc.