×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wütender Protest im ersten Musikvideo

Ai Weiwei

In »Dumbass« protestiert der chinesische Künstler ziemlich offenkundig gegen die Bedingungen seiner Haft 2011.
Geschrieben am

Der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei veröffentlichte unlängst sein erstes Heavy Metal-Musikvideo. Im Clip verarbeitet Weiwei seine Zeit im Gefängnis, da dieser 2011 für 81 Tage von der chinesischen Regierung hinter Gitter gebracht worden war. Das Video zu »Dumbass« sei seine eigene, wütende Art der Verarbeitung, so der Künstler. Demnach ist das Video eine Art Nachbeben und thematisiert die als extrem unmenschlich empfundenen Haftbedingungen.

Zeitgleich zur Veröffentlichung des Videos wurde nun auch bekanntgegeben, dass Ai Weiwei nicht wie ursprünglich vorgesehen, bei der Eröffnung der Kunst-Biennale 2013 in Venedig der Ehrengast im deutschen Pavillon sein wird. Ihm wurde die Ausreise aus seinem Heimatland China verboten. Damit wird wohl der Unmut, den der Künstler mit seinem Musikvideo »Dumbass« äußert, noch einmal gebührend unterstrichen.